Die Weihnachtsgeschichte – über 55 Inspirationen voll Liebe, Hoffnung und Zuversicht

Die Weihnachtsgeschichte – über 55 Inspirationen voll Liebe, Hoffnung und Zuversicht

Ich liebe Weihnachten. Seitdem ich denken kann. Darum spielen viele meiner Artikel, Geschichten und Romane in dieser Zeit. Und selbstverständlich glaube ich ans Christkind!

Als ich klein war ärgerte ich mich, dass ich es am Heiligen Abend nie zu Gesicht bekam. Später begriff ich, dass ich nicht durch ein Schlüsselloch lugen muss. Es genügt in mein Herz zu schauen. Dort ist und bleibt es ja bei jedem, der es einlädt.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel Ihre Einstellung zu Weihnachten, zu Gott und zur Welt verändern kann. Wenn Sie weiterlesen übernehmen allein Sie die Verantwortung für Wirkungen und Nebenwirkungen 😉

 

Frohe Botschaften

Menschen lieben es Geschichten zu hören, zu lesen und zu erzählen. Dabei wird immer ausgeschmückt oder weggelassen. Mich als Autorin hat es daher interessiert, was tatsächlich rund um die Weihnachtsgeschichte im Original, also in der Bibel steht. Herausgekommen ist eine wundervolle Erzählung, die ein Mix aus spannendem Abenteuer und ungewöhnlicher Liebesgeschichte ist.

Das Schöne an der Weihnachtsgeschichte ist für mich, dass sie neben der Geburt Jesu viel Positives wie Hoffnung, Zuversicht, Vertrauen, Mut, Treue, Durchhaltevermögen und Freude vermittelt.

Sie zeigt, was im Leben wichtig ist. Statt den breiten, bequemen und von anderen akzeptierten Weg zu gehen ist es besser, sich für den schmalen und schwierigeren Weg zu entscheiden, weil nur der letztendlich glücklich macht.

Schließlich erinnert uns die Weihnachtsgeschichte daran, dass es zwar fürs menschliche Denken und Tun Grenzen gibt, nicht aber für Gott.

Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Lukas 1, 37

Egal, ob Sie gläubiger Christ sind, der irgendeiner oder keiner Religionsgemeinschaft angehört, ob sie andersgläubig sind oder als Agnostiker oder Atheist durchs Leben gehen – die Weihnachtsgeschichte hält für jeden etwas Positives bereit.

Einige werden beim Lesen dieses Artikels in den lebendigen Spirit von Weihnachten eintauchen, sich an den Liedern erfreuen oder einfach nur die schöne Geschichte aus der Bibel entdecken. Andere lernen vielleicht endlich das Geburtstagskind kennen, für das sie jedes Jahr große und kostspielige Partys veranstalten 😉

 

Wissenswertes Infotainment

Da ist zum Beispiel Elisabeth, die nie Kinder bekommen konnte. Sie hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben und wird schließlich im hohen Alter noch schwanger. Das Leben der jungen Maria gerät durch ihre unerwartete Schwangerschaft völlig aus den Fugen. Dennoch nimmt sie die Botschaft voll Vertrauen auf Gottes Plan an. Und das, obwohl sie dadurch zur Außenseiterin wird, die dafür sogar gesteinigt werden könnte. Ihr Verlobter Josef hat auch Probleme mit der Situation. Doch letztendlich vertraut auch er und bleibt treu an Marias Seite. Die Hirten und Sterndeuter folgen den Engeln und dem Stern und freuen sich über den Erlöser. Der Zweifler und Kleindenker Zacharias hingegen wird zum Schweigen gebracht.

Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Lukas 2, 10-11

 

Wunder, der Messias und das Römische Reich

Wer Interesse hat, die Gegend kennenzulernen, in der sich die biblische Weihnachtsgeschichte abgespielt hat, schaut sich das 40minütige Video des amerikanischen Dokumentarfilmers Dave Stotts an. Der düst in seinem kleinen Flitzer durchs Heilige Land und begibt sich in Drive Thru History – Wunder, der Messias und das Römische Reich auf die Spuren von Weihnachten. Eine dynamische Zeitreise mit historischem Bildmaterial, Animationen, schnellen Schnitten und sehenswerten Landschaftsaufnahmen.

 

Die Weihnachtsgeschichte – über 55 Inspirationen voll Liebe, Hoffnung und Zuversicht

Alle Bibelverse stammen aus der Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016  mit freundlicher Genehmigung der Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. 

Martin Luther übersetzte die erste Bibel und machte damit Gottes Wort für jeden zugänglich. Heute ist die Bibel Weltbestseller und kann in etwa 700 Sprachen gelesen werden. Einzelne ihrer Geschichten wurden in rund 3.400 Sprachen übersetzt.

Wahrscheinlich teilt nicht jeder meine Begeisterung für den Sprachstil der Lutherbibel 😉 Deshalb lasse ich zur besseren Lesbarkeit einige Worte weg und fasse zudem die Inhalte der Bibelverse kurz Worten zusammen.

 

Prophezeiungen zu Jesu Geburt

Bereits rund 700 Jahre vor der Geburt von Jesus wird dieses Ereignis von vielen Propheten angekündigt. Alle Geschichten in der Bibel sind übrigens miteinander vernetzt, obwohl sie über einen Zeitraum von vielen Jahrhunderten geschrieben wurden.

Und du, Bethlehem, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. […] Und er wird der Friede sein. Micha 5, 1, 4 – rd. 700 v.Chr.

Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. (Anm: Gott ist mit uns) Jesaja 7, 14 – rd. 700 v.Chr.

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. […] Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende […] Jesaja 9, 1, 5-6 – rd. 700 v.Chr.

Denn so spricht Gott der HERR: […] Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war. Hesekiel 34,11-12 – rd. 600 v.Chr.

 

Die Geburt Johannes des Täufers

Der Priester Zacharias und seine Frau Elisabeth lieben sich und leben wie es Gott gefällt. Nur ihr größter Wunsch hat sich nie erfüllt, sie haben kein Kind. Eines Tages geht Zacharias geht nach Jerusalem in den Tempel Gottes. Der Priester darf das Innerste betreten, wo der Altar steht. Er dankt Gott mit Rauchopfer für all das Gute in seinem Leben.

Plötzlich wird es um ihn herum hell und der Erzengel Gabriel spricht zu ihm: „Du wirst ein Kind bekommen. Es soll Johannes heißen und er wird auf den, der da kommt, hinweisen“. Damit erfüllt Gott Zacharias und Elisabeths größten Wunsch. Doch der Priester reagiert skeptisch: „Das kann ich nicht glauben. Wir sind schon so alt, wir können kein Kind mehr bekommen“. Das ärgert den Engel. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.

Darum sagt er zu Zacharias: „Gott hat mich zu dir geschickt, um dir deinen größten Wunsch zu erfüllen. Nun sollst du stumm sein, bis das Kind geboren ist, damit du Gottes Tun nicht durch deine negativen Worte behinderst.“ Erst nach Johannes Geburt darf Zacharias wieder sprechen.

Und so erzählt es die Bibel:

Zu der Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, lebte ein Priester mit Namen Zacharias, und seine Frau die hieß Elisabeth. Sie waren aber alle beide gerecht und fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Sie hatten kein Kind; denn Elisabeth war unfruchtbar, und beide waren hochbetagt.

Es begab sich, als Zacharias den Priesterdienst vor Gott versah, da seine Ordnung an der Reihe war, dass ihn nach dem Brauch der Priesterschaft das Los traf, das Räucheropfer darzubringen; und er ging in den Tempel des Herrn. Die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucheropfers.

Da erschien ihm der Engel des Herrn, der stand an der rechten Seite des Räucheraltars. Als Zacharias ihn sah, erschrak er, und Furcht überfiel ihn. Aber der Engel sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Johannes geben. Du wirst Freude und Wonne haben, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Denn er wird groß sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken und wird schon von Mutterleib an erfüllt werden mit dem Heiligen Geist. Er wird viele der Israeliten zum Herrn, ihrem Gott, bekehren.

Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin alt und meine Frau ist hochbetagt. Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir dies zu verkündigen. Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die erfüllt werden sollen zu ihrer Zeit.

Das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. Als er aber herauskam, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, dass er eine Erscheinung gehabt hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm. Als die Zeit seines Dienstes um war, ging er heim in sein Haus. Nach diesen Tagen wurde seine Frau Elisabeth schwanger. Lukas 1, 5-25

 

Ankündigung der Geburt Jesu

In Nazareth lebt die junge Maria. Ihr Leben verläuft geradeperfekt: Der Zimmermann Josef, ein direkter Nachkomme aus dem Köngishaus David, ist ihr Verlobter und die beiden lieben sich und wollen heiraten. In diese Idylle kommt eines Tages auch zu ihr der Engel Gabriel mit einer Botschaft, die das Leben der jungen Frau komplett auf den Kopf stellt: „Gott hat Großes mit dir vor. Du wirst seinen Sohn bekommen, der soll Jesus heißen.“

Maria ist bewusst, dass sie das in eine schwierige Situation bringt. Wie soll sie ihrem Verlobten erklären, dass sie vom Heiligen Geist schwanger ist? Dazu die Schmach und Ächtung durch die Leute, der sie ausgesetzt sein wird sowie die Gefahr einer Steinigung. Doch anders als der Priester Zacharias, der auf die Erfüllung seines größten Wunsches skeptisch reagierte, antwortete Maria voller Vertrauen: „Mir soll geschehen, wie du sagst.“

Und so erzählt es die Bibel:

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?

Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?

Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Lukas 1, 26-38

 

Hail Holy Queen – Sister Act

 

Marias Besuch bei Elisabeth

Maria geht zu ihrer Tante Elisabeth. Als sich die beiden werdenden Mütter umarmen, spürt Elisabeth, dass ihr Kind im Bauch vor Freude hüpft. Sie wird vom Heiligen Geist erfüllt und sagt: “Gesegnet bist du unter den Frauen. Dein Kind ist der Retter, den Gott zu den Menschen schickt.“ Maria bleibt drei Monate bei Elisabeth.

Und so erzählt es die Bibel:

Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe.

Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief laut und sprach: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist vom Herrn. Lukas 1, 39-45

 

Josefs Dilemma

Für Josef ist Marias Schwangerschaft ebenfalls eine große Herausforderung. Deshalb überlegt er, sie heimlich zu verlassen. Doch eines Nachts erscheint auch ihm ein Engel und versichert ihm, dass das Kind durch den Heiligen Geist empfangen wurde. „Dein Sohn soll Jesus heißen und er ist der Retter, den Gott zu den Menschen schickt, um sie von ihren Sünden zu erlösen“. Daraufhin bleibt Josef bei Maria. Erst nach der Geburt Jesu schlafen sie miteinander und bekommen noch viele gemeinsame Kinder.

Und so erzählt es die Bibel:

Die Geburt Jesu Christi geschah so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war vom Heiligen Geist. Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen.

Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist vom Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar. Matthäus 1,18-24

 

Nun freut euch ihr Christen – Flashmob

 

Zur Volkszählung nach Bethlehem

Der römische Kaiser Augustus befiehlt, dass jeder die Stadt seiner Herkunft aufsuchen muss, um an einer großen Volkszählung teilzunehmen. Josef und die hochschwangere Maria müssen daher nach Bethlehem, weil Josefs Familie von dort stammt. Weil aber außer ihnen noch viele andere nach Bethlehem kommen, gibt es keine freien Zimmer mehr. Darum müssen sie sich in einem Stall einquartieren, in dem Maria dann das Kind auf die Welt bringt.

Und so erzählt es die Bibel:

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch Josef aus Galiläa auf, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die schwanger war.

Als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Lukas 2, 1-7

 

Es wird scho glei dumpa – Flashmob

 

Der Retter ist da

Auf der Weide halten die Hirten Wache und hüten ihre Schafe. Da erscheint ihnen ein Engel der ihnen die frohe Botschaft verkündet: „Heute hat Gott den Retter geschickt. Ihr werdet das Neugeborene finden, es wird in einer Krippe liegen“. Nachdem der Engel den Hirten das verkündet hat, sind sie plötzlich von einer großen Engelschar umringt und alle singen und lobpreisen den Herrn. Danach steigen sie wieder in den Himmel auf. Die Hirten wollen das Kind sehen, von dem der Engel erzählt hat und machen sich auf den Weg. In einem Stall finden sie Maria, Josef und das Kind. Da loben und danken sie Gott, weil alles genauso war, wie es ihnen der Engel erzählt hatte und erzählen es weiter.

Und so erzählt es die Bibel:

Und es waren Hirten in derselben Gegend […], die hüteten des Nachts ihre Herde. Des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Da die Engel gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.

Als sie es gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie es zu ihnen gesagt war. Lukas 2, 8-20

 

Stille Nacht, heilige Nacht – Flashmob

 

Die Weisen aus dem Morgenland

Eines Nachts entdecken Sterndeuter einen neuen Stern, der viel heller leuchtet, als all die anderen. Die weisen Männer sind überzeugt: „Ein König ist geboren worden. Ein König, der bedeutender ist, als alle anderen Könige.“ Die drei Sterndeuter machen sich auf den Weg. Sie gehen nach Jerusalem zum Palast des Königs Herodes, um dort den neugeborenen König zu finden. Doch König Herodes weiß von nichts, als sie ihm vom Stern erzählen. Vielmehr fühlt er sich bedroht. Er ist König und will es bleiben. Kein anderer soll ihm seinen Thron streitig machen.

Herodes lässt seine Berater kommen und fragt sie, ob dazu etwas in der Bibel steht. Und tatsächlich finden sie eine Prophezeiung, dass in Bethlehem ein König geboren wird, welcher der lang ersehnte Messias, der Retter ist. Herodes bittet daraufhin die Sterndeuter, ihm am Heimweg Bescheid zu geben, wo der neugeborene König zu finden ist, damit auch er ihm Geschenke bringen kann.

Die drei Weisen folgen dem Stern. Der bleibt über einem Stall stehen. Dort finden sie das Kind. Sie haben kostbare Geschenke für einen König mitgebracht: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Im Schlaf spricht Gott zu den Sterndeutern, dass sie nicht zu König Herodes zurückkehren sollen, weil der das Kind töten will.

Und so erzählt es die Bibel:

Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.

Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«

Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war.

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land. Matthäus 2, 1-1

 

Gloria in excelsis Deo – Flashmob

 

Jesus im Tempel

Josef und Maria bringen den kleinen Jesus nach Jerusalem. Dort lebt ein sehr alter Mann namens Simeon. Der Heilige Geist hat ihn darauf vorbereitet, dass er erst sterben wird, nachdem er den Retter mit eigenen Augen gesehen hat. Genau an dem Tag, als Maria und Josef in den Tempel gehen, führt der Heilige Geist auch Simeon hierher. Als er Jesus erblickt ist er glücklich: „Herr, du hast dein Versprechen gehalten, danke dir! Du hast mir heute den Retter gezeigt und dieses Baby ist es. Sein Name ist Jesus und er bringt Gottes Liebe zu den Menschen“. Hanna, eine 84jährige Prophetin Gottes, ist ebenfalls im Tempel. Auch sie freut sich, als sie Jesus sieht: „Euer Sohn ist das Licht und er bringt die Liebe zu den Menschen. Gott segne euch.“

Und so erzählt es die Bibel:

Als acht Tage um waren und er beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war. Als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn (Anm: im Tempel) darzustellen.

Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. Ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. Er kam vom Geist geführt in den Tempel.

Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: „Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.“

Jesu Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden.

Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth. Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade lag auf ihm. Lukas 2, 21-40

 

O Happy Day! – Sister Act 2

Frohe Weihnachtszeit!

 

Alle Bibelverse stammen aus der Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016  mit freundlicher Genehmigung der Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.  

 

Die Ostergeschichte erfahren Sie in Ostern: 55 Inspirationen zu Liebe, Tod und Auferstehung.

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