Aufsteirern in Graz 2019 – 55 Inspirationen aus „Eine Leiche für Helene“

Aufsteirern in Graz 2019 – 55 Inspirationen aus „Eine Leiche für Helene“

Alle Jahre wieder findet im September das Aufsteirern in Graz statt.  Heuer von 13. bis 15. September 2019. Das einzigartige Volksfestival verwandelt seit 2002 die Altstadt der steirischen Murmetropole für drei Tage in ein buntes Trachtenparadies.

So etwas wie das Aufsteirern Festival gibt es sonst nirgends. Noch dazu in diesem schönen Ambiente der Murmetrople mit ihrem typisch mediterranen Flair. In der ganzen Altstadt wird getanzt, gejodelt, geschaut und gekostet. Und was spielt sich heuer wann und wie und vor allem wo ab?

Oder man geht einfach nur hin. Idealerweise im feschen Dirndl oder mit Lederhose und lässt sich gemeinsam mit und von den rund 100.000 Gästen in schöner Tracht inspirieren.

 

Trachtige Impulse

Bis zu meinem ersten Aufsteirern war Tracht für mich etwas sehr Traditionelles, mit dem ich mich wenig anfreunden konnte. Doch dann landete ich vor Jahren mitten in diesem mitreißenden Volkskulturfest und mir wurde klar, dass steirische Tracht zu wirklich jedem passt.

Bei meinen Recherchen im Steirischen Heimatwerk entdeckte ich, dass es in der Steiermark rund 300 unterschiedliche Frauentrachten und über 100 Männertrachten gibt. Nicht zu sprechen von den vielen bunten Stoffen und den zig Möglichkeiten, seine ganz persönliche Tracht zu kombinieren. Erlaubt ist, was gefällt 😉

Aufsteirern in Graz: Tracht und Uhrturm
Aufsteirern in Graz: Trachtig mit Uhrturm

 

Aufsteirern in Graz inspiriert

Zudem inspiriert mich das Aufsteirern jedes Jahr aufs Neue zu Geschichten oder Projekten. Wie viele Impulse mir das Volksfestival bereits geschenkt hat, kann man unter anderem in den amüsanten Geschichten und Romanen rund um Helene Kaiser lesen, die in Graz und der Steiermark spielen.

So kauft Helene in „Eine Leiche für Helene“ ein fesches Dirndl, erhält einen entscheidenden Hinweis im Trachtengeschäft und überführt die Täter während eines Steirerabends.

Im zweiten Band „Schöne Bescherung für Helene“ wird beim Aufsteirern Christkindlmarkt Beerenpunsch verkostet. Auch in den 30 Rätselkrimis in „Helene Kaiser ermittelt“ geht es sehr steirisch zu.

 

Amüsante Tätersuche

Das Aufsteirern findet alljährlich am ersten Wochenende nach Schulbeginn statt. Die Handlung in „Eine Leiche für Helene“ beginnt kurz zuvor und fängt die Stimmung in der Murmetropole ein.

Und worum gehts in dem amüsanten Frauenroman mit dem steirischen Lokalkolorit?

Helene Kaiser feiert ihren 50er. Sie glaubt, die größten Turbulenzen in ihrem Leben hinter sich zu haben. Doch dann muss ihr Mann ins Ausland, ihre Tochter zieht nach Island, Helene verliert ihren Job und erbt eine Wohnruine in Graz. Auf der Flucht vor den Umbaumaßnahmen quartiert sie sich in einem Hotel ein. Nachts stolpert sie dort über eine Leiche, die wieder verschwindet. Für den Portier ist klar: Helene ist nicht bei Sinnen. Für Helene steht fest: Sie muss ermitteln.

Die Mörderjagd führt die „Ermittlerin wider Willen“ kreuz und quer durchs idyllische Graz und die grüne Steiermark, wo Helene dann sogar in die Luft geht – mit einem Ballon.

 

55 Inspirationen aus „Eine Leiche für Helene“

1. „Heute Nacht machen wir kurzen Prozess.“

2. Ich fühlte mich wie eine Hundertjährige, die aus dem Bett kroch.

3. Genau doppelt so alt, wie ich demnächst werden würde.

4. Die Falten rund um meine Augen und im Gesicht störten mich nicht mehr, seitdem ich mir angewöhnt hatte, morgens ohne Brille in den Spiegel zu blicken.

5. „Helene, ich habe die Möglichkeit, für einige Monate in den Senegal zu gehen.“

6. Thomas war nun 54 Jahre alt, und mir war lieber, er tobte sich im Job aus, als dass er mit einer 30 Jahre jüngeren Sexbombe im knallgelben Ferrari die Gegend unsicher machte.

7. Zu guter Letzt stellte mich meine liebe Tochte Valerie, die Pferdenärrin, vor die vollendete Tatsache, dass sie ihr BWL-Studium für eine Weile auf Eis legen und stattdessen nach Island ziehen wollte.

8. Das mit dem Herrichten der Wohnung war dann so eine Sache: Eigentlich hatte ich sie nur ein bisschen verschönern wollen.

9. Es war manchmal leichter, einen freien Termin bei einem Generaldirektor eines börsennotierten Unternehmens zu bekommen als bei einem Fliesenleger.

10. Wenn ich nur im Entferntesten geahnt hätte, welche unliebsame Geburtstagsüberraschung mir noch bevorstand, wäre ich lieber in meiner Ruine geblieben und hätte mir die Decke über den Kopf gezogen.

 

Eine Leiche zum 50. Geburtstag

11. „Ich schreib Society-Geschichten, und da lebe ich halt von Klatsch und Tratsch“, erzählte Corinna und dass sie sich auch mit den Leuten aus der Umgebung, darunter Politiker, Bauern und Handwerker, angelegt hatte und nicht einmal vor dem Lieben Gott und seinen Stellvertretern auf Erden haltmachte.

12. Als ich in der Handtasche nach meinem Handy kramte, entdeckte ich das Kuvert.

13. „Corinna? Um Gottes Willen“! Was ist mit Ihnen?“

14. Ich beugte mich über die leblose Gestalt.

15. Mit dem heutigen Tag war ich ein halbes Jahrhundert alt, aber ich fühlte mich definitiv zu jung zum Sterben.

16. Ich saß in der Falle.

17. „Was tun denn Sie da?“

18. „Zwei Männer haben eine Frau ermordet und gerade die Leiche beseitigt. Bitte rufen Sie sofort die Polizei“, kommandierte ich.

19. „Ham S’ zu viel übern Durst getrunken? Oder sind S’ etwa eing’raucht?“, fragte der Nachtportier.

20. Wenn der Nachtportier bereits über den nächtlichen Vorfall berichtet hatte, dann verbreitete sich die Nachricht, dass eine Verrückte im Hotel wohnte, die Leichen sah, sicher wie ein Lauffeuer.

Eine Leiche für HeleneIlona Mayer-Zach: Eine Leiche für HeleneAmüsanter Kriminalroman
zum 50. Geburtstag

 

Trachtige Ermittlungen

29. „Würde ich dich nicht so gut kennen, würde ich meinen, dass du jetzt völlig übergeschnappt bist“, sagte Karin.

30. Viel lieber wäre ich jetzt im Grazer Kaufhaus Kastner & Öhler gewesen, hätte mir das eine oder andere Geburtstagsgeschenk gegönnt und danach frischen Minztee auf der Dachterrasse im sechsten Stock samt schöner Aussicht auf die roten Dächer der Altstadt genossen.

31. Was ich bisher ausgegraben hatte, war wohl nur die Spitze des Eisbergs.

32. Möglich, dass sich ihr Mörder gedacht hatte, besser ein Ende mit Schrecken für sie, als ein Schrecken ohne Ende für ihn.

33. Ich hätte nie gedacht, dass die Doppelgängerin so unverfroren sein würde, Corinnas Platz in Wien einzunehmen.

34. „Wenn ich geahnt hätte, dass sie mich nachher derart fertigmachen würde, hätte ich meine Finger von ihr gelassen.“

35. „Und dachten Sie mal daran, ihr deswegen den Hals umzudrehen?“, fragte Karin unverblümt und rieb sich gleich darauf ihr Schienbein, gegen das ich trat.

36. „Wenn ich das so lese, dann traue ich einigen zu, die anonymen Drohbriefe verfasst zu haben, die Corinna Ringel mir zugesteckt hat.“

37. „Also ich besuch dich nachher nicht im Irrenhaus, wenn sie dich einliefern.“

38. Mein steirischer Sturschädel ließ nur eine Antwort zu: „Auf eigene Faust ermitteln, was sonst?“

Aufsteirern Steierhut und Lederhose
Trägt auch der Täter Steirerhut und Lederhose?

 

Familiäre Turbulenzen

31. „Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie störe, aber wissen Sie, ich habe einen Wasserfleck an meiner Zimmerdecke …“

32. Der Installateur war so gut wie tot.

33. Neugierig drehte ich mich um, und da standen sie: Valerie mit einem Happy-Birthday-Luftballon und Patrick mit einem Blumenstrauß in den Händen.

34. Die lieben Kinder. Sicher glaubten sie, dass mit 50 das Leben quasi zu Ende war.

35. Irgendwo hatte ich einmal gelesen, dass sich Gehirne von Teenagern gerade mal 14 Sekunden auf ein Gespräch konzentrieren konnten.

36. „Können Sie mir einen Tipp geben, wo ich auch so ein hübsches Dirndl finden kann?“

37. Später saßen wir vier im Whirlpool mit Blick auf den beleuchteten Schloßberg, tranken aus den kleinen Sektflaschen, die wir verbotenerweise hineingeschmuggelt hatten, und für einen schönen Moment war mein Leben wieder rundum in Ordnung.

38. „Da bin ich nur hergefahren, um deinen Geburtstag zu feiern, stattdessen muss ich mit dir Mörder jagen.“

39. Meine liebe Freundin tat ja gerade so, als wenn ich mir dieses Geburtstagsprogramm freiwillig ausgesucht hätte.

40. Ich resümierte: Die Frau war nicht Thomas‘ Sekretärin, war jedoch im Besitz des Handys meines Mannes, und sie wusste, dass ich seine Frau war.

Aufsteirern für die Grazer und eine Leiche für Helene
Während Graz dem Aufsteirern entgegen fiebert, muss Helene Mörder jagen.

Mörderjagd in Graz und der Steiermark

41. „Wenn Sie diesen Brief erhalten, dann sind leider alle meine Befürchtungen eingetroffen und meine Hoffnung, bald wieder ein paar Steirer-Colada mit Ihnen zu trinken, hat sich nicht erfüllt.“

42. Viel lieber wäre ich an den Thalersee gefahren, als diesen vermaledeiten Mördern hinterherzujagen.

43. „Sie meinen jetzt aber nicht die Funzn, die uns kürzlich unterstellt hat, dass wir unsere Truhen billig in China fertigen lassen und sie hier teuer als Handarbeit verkaufen?“

44. „Wütend? Umbringen hätt ich sie können!“

45. „Eifersucht ist ja nach wie vor eines der häufigsten Mordmotive überhaupt“, grübelte ich laut.

46. Diesmal führte uns der Weg in die liebliche Landschaft des oststeirischen Hügellandes.

47. „Blumenstraße, Schlösserstraße, Apfelstraße – was dein Herz begehrt.“

48. Und genau in diesem Moment, in dem ich den wohl größten Traum der Menschheit erlebte, nämlich frei wie ein Vogel dahinschweben zu können, fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, den Wasserkübel in der Wohnung auszuleeren.

49. Am Bauernmarkt am Lendplatz kaufte ich eine Flasche Kernöl, Käferbohnen und ein Stück Speck – typisch steirische Spezialitäten als Bestechung für Karin, um sie wieder ins Ermittlerboot zu holen.

50. „Wir sehen uns beim Abendessen“, verabschiedete sich meine verliebte Freundin und eilte ihrem Graz-Abenteuer entgegen.

Aufsteirern mit Steirerhut - Helene auf der Hut
Mit Trachtenhut auf der Hut.

 

Steirisches Finale

51. Was bald darauf in meiner Wohnung ablief, mutete wie eine Posse an: Die Hauptakteure waren die Handwerker und ich das zahlende Publikum, das keinerlei Einfluss auf die Handlung hatte und von dem letztlich nur Applaus erwartet wurde.

52. Ich drehte mich in einem türkisfarbenen Dirndl vor dem Spiegel.

53. Auf der Bühne wurde gejodelt, getanzt und gesungen, was das Zeug hielt.

54. Ich umarmte Karin zum Abschied und wünschte ihr viel Spaß beim Aufsteirern.

55. “Geh zur Polizei“, lallte ich. „Sie haben die Leiche …“

 

Realität und Fiktion

Die Handlungen meiner Romane sind immer frei erfunden und ich bin Gott sei Dank weder Helene noch Paula oder sonst eine meiner Figuren.

Allerdings schenke ich Helene meine Liebe zu meiner Geburtsstadt, einige meiner Kindheitserinnerungen und Lieblingsplätze aus Graz und so manche Herausforderung aus dem 50plus-Umfeld 😉

Wenn es die Dramaturgie erlaubte, habe ich das idyllische Lokalkolorit von Graz eingebaut. Anderes ist erfunden. Bei der fiktiven Krimihandlung wären Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen, Namen oder Vorkommnissen rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt.

 

Trachtige Inspirationen beim Aufsteirern in Graz!

 

Buchempfehlungen

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Eine Leiche für HeleneIlona Mayer-Zach: Eine Leiche für HeleneAmüsanter Kriminalroman zum 50. Geburtstag

Schöne Bescherung für HeleneIlona Mayer-Zach: Schöne Bescherung für HeleneSpannende Adventstadt Graz

Helene Kaiser ermittelt in GrazIlona Mayer-Zach: Helene Kaiser ermittelt in Graz30 Rätsel-Krimis

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