55 Lieblingsplätze in Graz – inspirierend und idyllisch

55 Lieblingsplätze in Graz – inspirierend und idyllisch

„Haben auch Sie Schreibblockaden?“, wurde ich kürzlich gefragt. Aber ja! Nur weiß ich mir zu helfen. Drei meiner viel erprobten Tricks gebe ich an dieser Stelle gern weiter:

1. Offline gehen 

Digital Detox belebt alle Sinne! Gedankenflüge werden nicht mehr durchs ständige Reinkommen von Infos unterbrochen.

2. Sorgen- und Gedankenspiralen stoppen

Sorgen ersticken Kreativität und Lebensfreude und sind zumeist unnötig.

3. Einen inspirierenden Lieblingsplatz aufsuchen

Folgende 55 Lieblingsplätze in Graz haben mich bereits zu Romanen, Rätselkrimis, Anekdoten und Textwerken inspiriert und sind selbstverständlich auch ohne Schreibblockaden einen Besuch wert 🙂

Einige Infos stammen aus meinen Büchern und Geschichten. Ergänzt werden diese literarischen Kostproben mit weiterführenden Links, Tipps, Fotos von mir und Videos von Graz.TV, für die ich mich sehr herzlich bedanke.

Natürlich gibt es in Graz noch mehr beflügelnde Plätze. Aber ich musste mich entscheiden. Diesmal für idyllische Orte mit viel Grün, schönem Ausblick und Flair. Alle sind vom Zentrum bequem zu Fuß oder mit Öffis erreichbar.

Lassen wir uns inspirieren.

PS: Wenn Sie weiterlesen, kann das Ihr Leben verändern. Dafür tragen allein Sie die Verantwortung. Wenn Sie von diesen Lieblingsplätzen inspiriert werden, artet das sehr wahrscheinlich in Arbeit aus. Meine Wochenarbeitszeit beträgt durchschnittlich 60 Stunden 🙂

 

55 Lieblingsplätze in Graz – inspirierend und idyllisch

1. Aigner-Rollett-Allee

Mein Lieblingsweg auf den Rosenhain startet dort, wo die Humboldstraße auf den Rosenberggürtel trifft. Mit dem Stadtbus 30 fährt man vom Jakominiplatz  10 Minuten bis zur Busstation Rosenberg. Nach wenigen Schritten tritt man durch ein schmiedeeisernes Tor und befindet sich in der Aigner-Rollett-Allee, die wie eine verwunschene Landschaft vor einem liegt.

Bummelt man die Allee aufwärts, führt sie an zwei idyllischen Enten-Teichen vorbei. Hier stehen Bänke, von denen aus man den Blick aufs Wasser und das sanfte Rauschen der Blätter genießen kann. Wen das noch nicht inspiriert, dann vielleicht dies: Die Aigner-Rollett-Allee wurde nach der ersten Frau benannt, die in Graz als Ärztin eine Praxis eröffnete.

 

2. Altstadt-Rundgänge

Interessante Fassaden, romantische Innenhöfe und ihre Geschichten – ein Bummel durch die Gassen der Altstadt mit ihrem mediterranen Flair und dem Schloßberg mittendrin birgt immer eine Explosion an Eindrücken, die in Büchern und Geschichten verarbeitet werden wollen.

Danach bummelten wir durch die weihnachtlich geschmückte Sporgasse bis zum Schloßbergaufgang. Die Schneeflocken wirbelten heftig. Oben angelangt, lag die winterliche Stadt unter uns. Die roten Dächer der Altstadt waren verschwunden, der Schnee hatte sie weiß gefärbt. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S 72.

Nicht von ungefähr zählt der historische Grazer Stadtkern seit 1999 zum Unesco Weltkulturerbe. Unterhaltsame Stadtrundgänge zu spannenden Themen  oder ein schaurig-schöner Ghostwalk regen ebenfalls die Fantasie an.

 

3. Adventstadt

Von mir aus könnte Graz das ganze Jahr über eine idyllische Adventstadt sein und nicht nur für einen Monat. Darum ist auch sie  einer meiner Lieblingsplätze. Ich liebe Weihnachten. Einige meiner Romane und Geschichten spielen in dieser stimmungsvollen Zeit, in der einem an jedem Eck die Inspiration und zuweilen auch das Christkind begegnen.

Ich bummelte auf den Adventmarkt im Franziskanerviertel. Am Hauptplatz gönnte ich mir einen Punsch. Die Eiskrippe im Landhaushof war aufgrund des warmen Wetters geschrumpft. Auf dem roten Teppich spazierte ich durch die Stempfergasse und betrachtete die Krippen in den Schaufenstern. Überall Lichterglanz. Als ich mich umdrehte, stand es vor mir: das Christkind im weißen, goldbestickten Gewand.  Aus: Ein Weihnachtswunder. In: Helene Kaiser ermittelt in Graz, S 37.

 

4. Altstadtbim 

Ich bin mit dem legendären „2er“ aufgewachsen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich bis heute lieber mit Straßenbahnen und Zügen fahre und das stete Vorübergleiten der Außenwelt meine Fantasie beflügelt.

Gern standen wir Kinder fasziniert hinter dem Fahrer und schauten zu, wie er mit den Hebeln hantierte. Aus: Stadtplauderei, S. 37

Mit der Altstadtbim kann man das ganze Jahr über auf allen Straßenbahnlinien kostenlos vom Schloßbergplatz bzw. Südtirolerplatz über Hauptplatz und Jakominiplatz bis Oper bzw. Dietrichsteinplatz bzw. Finanzamt fahren. Die Herrengasse belebt zu jeder Jahreszeit die Sinne.

Wer dieses Fantasie-Dahingleiten aufs ganze Stadtgebiet ausweiten will, kommt in Graz als JahreskartenbesitzerIn kostengünstig in diesen inspirierenden Genuss. Wann die nächste Straßenbahn kommt, erfährt man übrigens in der Grazer Quando-App.

 

5. Basilika Mariae Geburt

Mit dem „1er“ fährt man bis zur Endstation Mariatrost. Von dort geht es einige Schritte die steile Straße und dann die 216 Stufen zur Basilika Mariae Geburt hinauf. Sie gilt als berühmteste Wallfahrtsstätte der Steiermark und als Kraftort.

Eile mit Weile: Am Weg stehen Bänke, von denen aus man die wunderschöne Aussicht genießen und die Gedanken fliegen lassen kann.

Oben angekommen, ragt die barocke Basilika in den Himmel. Im Inneren inspirieren nicht nur die Fresken sondern zuweilen auch Chor-Konzerte.

Lieblingsplätze in Graz - 216 Stufen zur Basilika Mariae Geburt
Lieblingsplätze in Graz – 216 Stufen zur Basilika Mariae Geburt

6. Bermuda-Dreieck

Das Grazer Bermuda-Dreieck befindet sich zwischen Mehlplatz, Prokopigasse und Färberplatz. Hier reihen sich zahlreiche Lokale aneinander und sorgen für (feucht-)fröhliche Stimmung.

Wir steuerten einen der Schanigärten im Bermudadreieck an. Schon in meiner  Jugendzeit hieß die Gegend so, weil hier so mancher nach einer nächtlichen Sauftour für eine Weile von der Bildfläche verschwindet. Nun, während der warmen Jahreszeit, spielte sich das Leben in den Gastgärten ab. Im Winter verwandelten sich die Plätze für mehrere Wochen in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 193.

Wer hier Inspiration sucht, wird sie finden. Dazu kann, muss man aber nicht beschwipst sein. Man kann sich auch vom bunten Treiben und der Atmosphäre „berauschen“ lassen.

 

7. Botanischer Garten

Inmitten der Jugendstilvillen in der Schubertstraße stehen die pompösen drei geschwungenen Zylinder aus Acrylglas des Grazer Botanischen Gartens. Die außergewöhnlichen Acrylglaselemente schaffen einen Lichtnutzungsgrad von 98 Prozent, was ein weltweiter Rekord ist.

Pflanzen aus vier Klimazonen können hier täglich zwischen 8 und 14 Uhr 30 bei freiem Eintritt bestaunt werden. Über Holzstege und Brücken geht es durch die üppigen Schauhäuser, die in einer meiner  Geschichten einen idealen Handlungsort abgeben werden.

Lieblingsplätze in Graz - Botanischer Garten
Lieblingsplätze in Graz – Botanischer Garten

 

8. Buchhandlung Moser 

Lesen ist Abenteuer im Kopf! In der größten und bekanntesten Grazer Buchhandlung, dem „Moser“ am Eisernen Tor, verteilt sich der Spirit aus unterschiedlichsten Bereichen auf drei Etagen.

Es gibt hier so viel davon, dass man ihn zum Beispiel in Form von Zeitschriften und Büchern mit nach Hause nehmen kann 🙂 Oder man setzt sich ins Café und bewundert die farbenprächtigen Deckenmalereien.

 

9. Burggarten

Lieblingsplätze in Graz - idyllischer Burggarten
Lieblingsplätze in Graz – geheimnisvoller Burggarten

Wenn man nach dem Schanzgraben in Richtung Burgtor ging, kam man an einem großen Eisentor vorbei, das von hellem Stein umrahmt und nur manchmal geöffnet war. Dahinter ging ein Weg steil bergauf. Oben empfingen mich verwilderte Büsche, Grünflächen, Bäume und – Stille. Nur wenige verschlug es hierher. Es war wie ein Eintauchen in eine geheimnisvolle Welt, ein verwunschener Garten mit einem großartigen Blick auf den Stadtpark. Aus: Stadtplauderei, S. 57.

 

10. Bürgerbastei oder Herbersteingarten

Nur wenige Stufen unter dem Uhrturm befindet sich die Bürgerbastei bzw. der Herbersteingarten. Die Terrassenanlage mit der üppigen mediterranen Bepflanzung ist der blumenreichste Teil des Schloßbergs.

Auch hier kann man von den Parkbänken aus über die roten Dächer der Altstadt schauen und sich kreativen Gedanken hingeben.

 

11. Café Rosenhain

Bummelt man die Aigner-Rollet-Allee am Rosenhain entlang, mündet diese in die Max-Mell-Allee. Bald darauf erreicht man eine Wiese. Entweder geht man links am Waldrand entlang, vorbei am Kinderspielplatz. Oder man spaziert die Max-Mell-Allee weiter. Die lässt im Frühjahr, wenn die japanischen Kirschblüten blühen, die Welt rosarot erscheinen.

Auf beiden Wege erreicht man das Café Rosenhain, das hoch oben thront und neben pikanten Flammkuchen auch einen „Poah, ist das schön!“-Ausblick bietet.

Lieblingsplätze in Graz - Café Rosenhain
Lieblingsplätze in Graz – Café Rosenhain

 

12. Chinesischer Pavillon  

Wenn man vom Uhrturm aus den Schloßberg aufwärts schlendert, führt nach wenigen Minuten rechts ein Weg zum Chinesischen Pavillon.

Egal ob morgens oder abends, Sommer oder Winter, Sonne oder Regen: die Aussicht bis in die südliche Steiermark bringt an diesem inspirierenden Platz die Endorphine garantiert zum Jodeln.

Apropos Jodeln: Mit der steirischen Jodler-App schaffen das jetzt auch Chinesen 🙂

 

13. Dom

Der gotische Dom zum Heiligen Ägydius heißt wie jedes Gotteshaus alle – egal ob mit oder ohne Konfession – herzlich willkommen und lädt ein, die schönen Festgottesdienste mit Chören und klassischer Musik als inspirierende Erlebnisse zu genießen.

Jakob ging am imposanten Dom vorbei, der zur sogenannten Grazer Stadtkrone gehört. Der Bau wirkte heute geradezu bedrohlich auf ihn. Als wolle er ihn mahnen, noch rasch ins Haus Gottes einzukehren, bevor er vor das Jüngste Gericht trat. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn. Später, auf dem Heimweg, würde er für eine Weile in der kühlen Stille des Doms verweilen und um Kraft beten. Aus: Wie lange noch?  In: Wer mordet in der Steiermark, S. 52.

 

14. Eggenberger Schlosspark

Egal zu welcher Jahreszeit man das „Landschaftsgemälde“ des Eggenberger Schlossparks besucht, die Gedanken beginnen hier automatisch zu fliegen. Am Besten verlässt man gleich nach dem Eingang die asphaltierte Straße zum Schloss und wandelt auf den lauschigen Wegen, die durch den Park führen. Vorbei an Baumriesen, Blumenbeeten, Wiesen und Teichen. Und manchmal hüpft ein Eichhörnchen vorbei.

Wir machten Spaziergänge im Eggenberger Schlosspark. Mufflons liefen keine mehr frei herum, aber die Pfauen schlugen nach wie vor eifrig ihre Räder. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 21.

Besonders inspirierend sind Spaziergänge über den Rosenhügel, durch den Planetengarten oder das Innehalten am Ententeich.

 

15. Erzherzog-Johann-Brücke

Lieblingsplätze in Graz - Erzherzog-Johann-Brücke
Lieblingsplätze in Graz – Erzherzog-Johann-Brücke

Ich war durchs malerische Franziskanerviertel und über die Erzherzog-Johann-Brücke gebummelt. Vorbei an den tausenden Liebesschlössern, die dort am Geländer befestigt worden waren, um die innige Verbundenheit der Verliebten zu demonstrieren. In der Mitte der Brücke war ich stehen geblieben und hatte meinen Blick vom Kunsthaus, dem »Friendly Alien«, über die Murinsel hinauf auf den Schloßberg schweifen lassen, wo das Wahrzeichen der Stadt, der Uhrturm, im Sonnenlicht erstrahlte. Aus: Helene Kaiser ermittelt in Graz, S. 133.

 

16. Felsensteig

Auf den 260 Stufen des Felsensteigs, der auf den Schloßberg mit dem Uhrturm hinaufführte, musste Jakob einige Male innehalten und durchschnaufen. Als sie endlich oben ankamen, hatte die Dämmerung die Stadt eingehüllt. Die Lichter gingen an. Iris und Jakob setzten sich auf die steinerne Brüstung unter dem Uhrturm und blickten über die Dächer der Stadt. Aus: Wie lange noch? In: Wer mordet in der Steiermark, S. 53.

 

17. Franziskanerplatz

Das Klopfsteinpflaster, historische Läden, die sich an die Außenmauern der Kirche schmiegen und Lokale mit Schanigärten geben dem Franziskanerplatz sein besonderes Flair. Und sicher entdecken Sie bald den Kleinen Elefanten  auf einem der Häuser. Die Idylle des romantischen Franziskanerviertels  wird in der Vorweihnachtszeit aber noch getoppt.

Wir peilten den Altgrazer Christkindlmarkt im Franziskanerviertel an. Ein stimmungsvoller Ort, nicht zuletzt, weil hinter den Holzhütten die hohen Mauern der Kirche emporragten. Theresa bewunderte die großen roten und grünen Lichterkugeln, die über unseren Köpfen schwebten. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 97.

 

18. Franziskanerkirche

Die gotische Franziskanerkirche mit dem höchsten Kirchenturm und den wunderschönen bunten Fenstern gehört zum ältesten Kloster der Stadt. Es wurde 1239 neben der Mur errichtet.

Am Christtag würde ich in die Festmesse in die Franziskanerkirche gehen. Wenn ich Glück hatte, sang wieder ein Chor wie zu Ostern, als ich in die Klosterkirche hineinschaute und überwältigt von den Gesängen war, die das Gotteshaus erfüllte. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 112.

Im begrünten Innenhof des Klosters wartet eine Bank auf Inspirationssuchende. Rund um den Garten verläuft jener mittelalterliche Kreuzgang, der als Kraftort bekannt ist. Besonders markant ist der dunkle Ton der Glocke.
 

19. Freiblick

Das ganze Jahr über kann man im sechsten Stock des „Grazer Harrods“ sitzen und im Café Freiblick ein „360-Grad-Frühstück“ genießen. Hier oben ist der Schloßberg zum Greifen nah. Abgehärtete Frischluftfanatiker sitzen auch im Winter auf der Terrasse und lassen sich von den Heizstrahlern wärmen.

Viel lieber wäre ich jetzt auch im Kastner & Öhler gewesen, hätte mir das eine oder andere Geburtstagsgeschenk gegönnt und danach frischen Minztee auf der Dachterrasse im sechsten Stock genossen. Samt schöner Aussicht auf die roten Dächer der Altstadt. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 81

 

20. Friedhof St. Peter  

Spaziergänge auf Friedhöfen sind zu jeder Jahreszeit ein Quell der Inspiration, wenn man sich der Stille hingibt und sich zu den Namen auf den Grabsteinen Geschichten ausdenkt.

Ich trat durch das Gittertor des St. Peter-Stadtfriedhofs und sah mir die umliegenden Gräber an. Theresienritter, Adelige, Generäle, Oberstleutnants, Majore, Gelehrte und namhafte Personen der Stadt hatten hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Über einigen ragten Kapellen, über anderen mächtige Grabstelen empor. Manche blickten in Stein gemeißelt auf die Besucher herab, andere wurden von Engelstatuen bewacht. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 46.

 

21. Geidorfplatz

Am Geidorfplatz fliegen mir immer besonders viele Geschichten und Erlebnisse zu, weil ich hier aufgewachsen bin. Zig Filme habe ich im Kino gesehen, mit der alten Gemüsefrau geplaudert, über den ungeklärten Giftmord am Tanzschulbesitzer Heinz Kern gerätselt. Heute kauft man am Bauernmarkt ein und genießt mediterranes Flair im Oskars.

Am Geidorfplatz war weit und breit nichts zu sehen. Um meinen knurrenden Magen zu besänftigen, bestellte ich am Würstelstand Krainer mit Senf und Kren. Als ich damals als kleines Mädchen herkam, stand auf dem Schild: „Messner Krainer allerhand, geh nicht vorbei am Würstelstand“. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 117.

 

22. Glockenspiel

Dreimal täglich – um 11, 15 und 18 Uhr – öffnen sich am Giebel des Glockenspielhauses die Arkadenfenster. Dann verzaubern einen nicht nur die beiden Figuren, die zu den Melodien der 24 Glöckchen tanzen, sondern auch die Gesichter der Leute, die erwartungsvoll nach oben schauen.

Viel lieber wäre Iris in einen der Gastgärten am nahen Färberplatz eingekehrt und hätte die Passanten oder das tanzende Trachtenpärchen des Glockenspiels beobachtet. Immer wieder zauberte ihr das entzückende Schauspiel ein Lächeln ins Gesicht. Aus: Wie lange noch? In: Wer mordet in der Steiermark, S. 49.

 

23. Grandcafé Kaiserfeld

Für das Stammcafé Königshof meiner Serienfigur Helene wurde ich vom Café Kaiserfeld inspiriert. Im eleganten Governors Room fühlt sich nicht nur Arnold Schwarzenegger wohl. Besonders inspirierende Eindrücke bekommt man, wenn man einen der Fensterplätze ergattert oder im Sommer auf der Terrasse sitzt.

Den Besitzer des Café Königshof kannte ich schon seit Jugendtagen. Damals schlugen wir uns die Nächte in seiner Diskothek um die Ohren. Mittlerweile waren wir ruhiger geworden. Anstatt bis in den frühen Morgen zu tanzen und zu feiern, saßen wir nun tagsüber im gediegenen Café und tranken Cappuccino, Pfefferminztee oder Aperol Spritz. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 93.

 

24. Hackher-Löwe

Wer aufs Plateau des Schloßberges spaziert, der wird nicht nur mit einer Parkanlage und einer tollen Aussicht belohnt, sondern kann auch den Hackher-Löwen bewundern, der ein starkes Symbol für Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten ist.

Die Freunde spazierten auf das Plateau des Berges, wo ein großer bronzener Löwe auf einem Podest thronte. „Das ist der Hackher-Löwe“, erzählte Amelie. „Die einstige Festung wurde niemals eingenommen und steht sogar im Guiness-Buch der Rekorde. Nicht einmal Napoleons Truppen konnten sie 1809 erobern, weil Major Franz Hackher mit seinen Männern so tapfer kämpfte.“ Aus: Das Grazer Zeiträtsel. In: Kater Leon ermittelt.

 

25. Hilmteich

Man gleitet mit dem „1er“ durch die Villengegend und steigt am Hilmteich aus. Dann muss man sich entscheiden. Entweder geht man gleich ins gediegene Hilmteichschlössl und lässt sich dort bei Tee und Tramezzini beim Ausblick aufs Wasser und den angrenzenden Leechwald inspirieren.

Oder man spaziert zuvor brav eine Runde um den Teich und in der Parkanlage. Überall warten Parkbänke, um innezuhalten und die schöne Umgebung – wie etwa die moosbewachsenen Bäume – aus neuen Perspektiven wahrzunehmen.

Auch Generationen später bot uns der verträumte Waldsee zu jeder Jahreszeit Abwechslung an der frischen Luft. Im Winter erwartete uns eine riesengroße Eisfläche, auf der sich Schlittschuhläufer jeden Alters tummelten. Im Frühjahr, wenn das Eis geschmolzen war, startete die „Schifferlsaison“, die nicht minder beliebt war. Aus: Stadtplauderei, S. 72.

 

26. Joanneum-Museum

Als BesitzerIn einer Joanneumskarte kommt man an den 12 Standorten des ältesten Museums Österreichs ein Jahr lang in den Genuss von zig inspirierenden Ausstellungen und Hunderten Veranstaltungen und Führungen.

„Liebe Helene, ich bin wieder gut in Graz gelandet. Hätten Sie Zeit und Lust, mich heute Abend zu einer Führung ins Schloss Eggenberg zu begleiten, mit anschließendem vorweihnachtlichem Beisammensein? Ihr Emil.“ Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 42.

Erzherzog Johann, der Begründer des Joanneums, prägte mit seinem Schaffen und seinen Modernisierungen die steirische Bildungs-, Kultur- und Wirtschaftslandschaft bis heute. Darüberhinaus machte er den Steireranzug am Wiener Hof bekannt und setzte seine Heirat mit der bürgerlichen Postmeisterstochter Anna Plochl durch.

Allein diese Liebesgeschichte ist Inspiration pur. Den österreichischen Regisseur Julian Roman Pölsler beflügelte sie zum Film „Anna und der Prinz“.

27. Kaiser-Josef-Platz

Von Montag bis Samstag zwischen 6 und 13 Uhr findet am Kaiser-Josef-Platz, gleich neben der Oper, der bekannteste und größte Bauernmarkt der Murmetropole statt.

Hier trafen sich steirische Bauern und Städter. Die einen priesen ihre Waren an, die anderen kosteten und prüften und zusammen feilschten sie um den besten Preis. Aus: Stadtplauderei S. 43.

Da findet man alles, was die Bauern aus der Umgebung zu bieten haben wie saisonales Obst und Gemüse, Kürbiskernöl, Käferbohnen, Bauernbrot, Speck, steirisches Fleisch, Würste, Käse.

Kreativ beflügelnd ist es, sich in eines der Lokale am Marktplatz zu setzen und den Leuten beim Ein- und Verkaufen und beim Feilschen zuzusehen.

 

28. Kasematten

Ein Open-Air am Berg und das mitten in der Stadt. Graz hat’s! Die Kasematten-Bühne auf dem Schloßberg gibt es schon seit den 30er-Jahren. Heute trotzt man Wetterkapriolen mit der flexiblen Überdachung und so ertönen hier im Sommer Opern, Volksmusik und Heavy Metal.

Um den Spirit dieser Events mitzuerleben, kann man, muss man aber nicht jedes Mal im Zuschauerraum sitzen. In der Vorweihnachtszeit wird man hier oben vom Aufsteiern-Christkindlmarkt berauscht, was auch an so manchem Beerenpunsch liegt.

Wir spazierten bis zu den Kasematten, wo sich der höchstgelegene Weihnachtsmarkt der Stadt befand, dessen Verkaufsstände sich in die Mauernischen schmiegten. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 70.

 

29. Kastner & Öhler

In meiner Kindheit kaufte man hier alles – von der Büroklammer über Töpfe und Kleidung bis zum PVC-Belag. Heute schwebt im „Harrods von Graz“ überall einen Hauch von Luxus. Egal ob man sich etwas Schönes kauft, ein Gläschen in der Champagner Bar  trinkt oder den Skywalk im sechsten Stock genießt.

In der Sackstraße, dem ältesten noch bestehenden Straßenzug der Murmetropole, befindet sich das Parade-Kaufhaus „Kastner & Öhler“. „Der Kastner“, wie er von den Grazern genannt wird, war immer eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Er überdauerte Börsenkrachs, Wirtschaftskrisen, Weltkriege. Aus: Stadtplauderei Seite 16.

 

30. Kunsthaus

Mit seiner Außenhaut aus blauem Acrylglas und den saugnapfartigen Nozzels, durch die das Licht einfällt, gilt der Friendly Alien als weiteres Wahrzeichen der Stadt. Das zunächst umstrittene Gebäude wurde im Kulturhauptstadtjahr 2003 eröffnet und zeigt Kunst aus den letzten vier Jahrzehnten.

„Weißt, das ‚Friendly Alien‘ muss ich unbedingt sehen, wenn ich schon mal hier bin«, erklärte Karin. Wenn Karin sich plötzlich für zeitgenössische Kunst interessierte, lag das aber wohl mehr an der Person, die sie dort treffen würde. Da fraß ich einen Besen. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 179.

Wer nun meint, mit zeitgenössischer Kunst nicht viel anfangen zu können, sollte gerade deswegen dem Kunsthaus einen Besuch abstatten. Die Inspiration sucht sich zuweilen überraschende Wege. Und vielleicht trifft sie hier auf Sie, wenn Sie aus jenem Nozzel blicken, das den Uhrturm fokussiert.

 

31. Künstlerhaus

Im Stadtpark vis-a-vis vom Café Promenade und dem Eingang zum Burggarten befindet sich das Künstlerhaus, das seine Ausstellungsräume zeitgenössischer Kunst und der Diskussion darüber widmet. Auch hier gilt: Sie müssen nicht immer verstehen, was Sie inspiriert 🙂

 

 32. Leechwald

Spaziergänger, die sich eine der hausgemachten Torten im Häuserl im Wald verdienen wollen, steigen am Hilmteich aus der Bim und wandern durch den Leechwald in Richtung Mariatrost.

Für Läufer zählt der Leechwald zu den Lieblingsstrecken. Andere Sportler klettern im Erlebnispark  wie die Eichhörnchen von Baum zu Baum.

Der Leechwald leuchtete in allen Farben des Herbstes. Ein Ansichtskarten-Idyll, das ich nach der Konfrontation mit dem Kriminellen gut brauchen konnte. Aus: Verschlusssache, S. 63.

 

33. Lendplatz

Von Montag bis Samstag findet hier vormittags das ganze Jahr über ein Bauernmarkt statt, von dem aus man einen wunderbaren Blick auf den Schloßberg genießen kann. In den umliegenden Schanigärten frühstücken die Leute, plaudern und lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen.

Auf dem Rückweg legte ich einen Zwischenstopp am Bauernmarkt am Lendplatz ein. Dort kaufte ich eine Flasche Kernöl, Käferbohnen und ein Stück Speck – typisch steirische Spezialitäten als Bestechung für Karin, um sie wieder ins Ermittlerboot zu holen. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 166.

Von Mai bis September wird es jeden Mittwochabend karibisch, wenn bei der Latin Night Open Air Graz getanzt wird. Wer nicht selbst das Tanzbein schwingen will, schaut zu und lässt sich von der guten Stimmung anstecken. Auch andere Feste wie das Lendwirbeln  und die vielen speziellen Lokale und Geschäfte sind immer gute Inspirationsquellen.

 

34. Mariahilferstraße

Die Mariahilferstraße hinter dem Kunsthaus mauserte sich zu einer der trendigsten Gegenden der Stadt. Junge Modelabels, kleine Läden, eine gut sichtbare Kreativ-Szene, zahlreiche Lokale mit Schanigärten haben sich nach und nach angesiedelt und vermitteln einem hier im Lendviertel das ganze Jahr über – auch in stressigen Zeiten – einen Hauch von Urlaubsfeeling.

Wir schlenderten am Friendly Alien – dem Kunsthaus Graz mit seinen rüsselartigen Nozzels – vorbei, die Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße entlang. Meine Paranoia trieb mächtige Blüten. Aus: Verschlusssache, S. 35.

 

35. Mariahilferplatz

Zunächst einmal hat man vom Mariahilferplatz eine fulminante Sicht auf den Schloßberg. Jedes Mal und egal, zu welcher Tageszeit ich den Platz überquere (was sehr häufig ist), erfreue ich mich an diesem Anblick. Zudem ist er das ganze Jahr über ein beliebter Veranstaltungsort.

Die Wallfahrtskirche Mariahilf  befindet sich ebenfalls hier und lässt um 16 Uhr die Glocken ertönen.

 

36. Mariatroster Fernblicke

Wie bereits erwähnt, befindet sich in Mariatrost u.a. der bedeutendste Marien-Wallfahrtsort der Steiermark, die Basilika Mariae Geburt.

Nur wenige Schritte von deren Eingang entfernt, lädt ein weiterer Lieblingsplatz zum kreativen Arbeiten ein: Ein runder Holztisch mit Sitzgelegenheit und einem sensationellen Ausblick.

Hungrige und durstige Inspirationssuchende genießen in der warmen Jahreszeit den Fernblick von der Terrasse des Kirchenwirts, den die Grazer nach wie vor „Der Pfeifer“ nennen.

Ihrem fragenden Blick wich Jakob aus. „Lass uns mit der Tram nach Mariatrost fahren und beim Pfeifer essen“, schlug er vor. Insgeheim dachte er, dass dies vielleicht seine Henkersmahlzeit sein würde. Aus: Wie lange noch? Wer mordet in der Steiermark, S. 50.

Lieblingsplätze in Graz - Mariatroster Fernblick
Lieblingsplätze in Graz – Mariatroster Fernblick

 

37. Märchengrottenbahn

Dann stand der kleine Zug vor uns. Bei der Haltestelle setzten wir uns hinein und warteten ungeduldig, bis die Reise in die Tiefen des Schloßbergs losging. Endlich fuhren wir in den dunklen Stollen hinein. Etwas mulmig war uns schon zumute. Die feuchtkalte Stollenluft wehte uns um die Ohren. Dann wurde es hell vor uns und die erste Märchenszene tauchte auf. Aus: Stadtplauderei, S. 14.

Soweit die Erinnerungen aus den 60er-Jahren. Heute präsentiert sich die Fahrt mit der neuen Märchengrottenbahn stylisher. Statt der früheren Märchenszenen gibt es nun märchenhafte Lichteffekte und Zitate. Sehr beeindruckend und „cool“ (8 bis 12°C).

 

38. Minigolfplatz

Zeitreisen beflügeln immer die Fantasie. Am besten besucht man den Minigolfplatz in der Heinrichstraße 91 und schwingt dort wie in den 60er-Jahren die Golfschläger. In meiner Kindheit und Jugend zählte der Minigolfplatz zu den bevorzugten Ausflugszielen.

Bei der Weltausstellung in Brüssel 1958 war die Minigolf-Anlage dereinst die modernste ihrer Art. Heute bröckelt zwar schon da und dort der Lack, aber gerade das macht ihren Charme aus.

Lieblingsplätze in Graz - Minigolf-Zeitreise
Lieblingsplätze in Graz – Minigolf-Zeitreise

 

39. Murinsel

Es tat mir gut, mit dem Fahrrad die Mur entlang zu strampeln. Der Abend war lau, die Murinsel schwebte auf dem Wasser. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 187.

Tja, in Graz kann man dank der Murinsel mitten in einem Fluß sitzen und doch trocken bleiben. Hier rauscht das Wasser an einem vorbei, man schaukelt sicher mit und auf den Wellen, erfreut sich am Ausblick aufs Murufer, den Schloßberg und über die vielen Ideen, die einem hier zufließen.

Auf dieser Plattform und Brücke in einem, ist auch ein stylishes Café integriert. Wem das noch nicht genug Spirit ist, der besucht eine der Veranstaltungen aus Kunst, Kultur und Wirtschaft.

 

40. Museum für Geschichte

Hier bekommt man Antworten auf unzählige Fragen rund um das Werden und den Wandel der Steiermark vom Hochmittelalter bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert.

Diese Antworten bringen die grauen Zellen in der Regel derart in Schwung, dass sie gleich zu weiteren Fragen führen, auf die man dann im Museum für Geschichte wieder passende Antworten bekommt. Und so inspiriert die Steiermark einen immer wieder aufs Neue.

 

41. Murpromenade

Da stand ich nun und beäugte misstrauisch den zweirädrigen Stehroller mit  Elektromotor, der Segway hieß und sich allein durch meine Gewichtsverlagerung bewegen sollte. Wenn ich nur wüsste wie. „Stell dir vor, da schweben wir ganz mühelos am Ufer der Mur entlang. Ganz ohne Sprit. Ein umweltfreundlicher Spaß. Das wird herrlich“, hatte meine Freundin Ulrike geschwärmt. Aus: Helene Kaiser ermittelt in Graz; Splish Splash, S. 79.

Lieblingsplätze in Graz - Murpromenade
Lieblingsplätze in Graz – Murpromenade

42. Oper Graz

Die Grazer Oper ist Inspiration pur. Zum einen wegen ihrer großartigen Aufführungen und dem wunderschönen Ambiente. Zum anderen weil einem hier ständig etwas „zufliegt“.

Alles war mir hier so vertraut. Mein Blick wanderte über den pompösen Zuschauerraum, die Logen, die reichen Goldverzierungen und Deckengemälde. Wie ich mich so umsah, ergriff mich das gleiche wohlige Gefühl wie damals, als ich noch das kleine Mädchen im blauen Samtkleid und mit weißen Zwirnstrümpfen gewesen war. Das Leben konnte so einfach sein. Zumindest in der Operette. Vorhang. Applaus. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 16.

Die Idee fürs turbulente Privatleben meiner Helene kam mir übrigens während der Aufführung der Lustigen Witwe“ von Franz Lehár.

 

43. Promenade

Zu diesem Lieblingsplatz habe ich einen besonderen Bezug. In meiner Kindheit verbrachte ich viele Nachmittage im Café Promenade. Während meine Eltern bei Kaffee und Kuchen plauderten, faltete ich Servietten oder fütterte die Schwäne im Schanzgraben. Als Teenager kam ich dann her, wenn ich die Schule schwänzte.

Von den eleganten Kaffeehäusern meiner Kindheit und Jugend wie dem „Europa“, dem „Kaiserhof“ oder dem „Erzherzog Johann“ hatte keines überlebt. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 24.

Das Café Promenade hat das Grazer Kaffeehaussterben mehr als überlebt. Als ich nach Jahrzehnten heimkam, empfing mich ein stylishes Café, in dem man das gute Alte, wie die lichtdurchfluteten Räume und die große Terrasse, mit spannendem modernem Interieur kombiniert hatte.

Egal ob die Sonne durch die Zweige der alten Kastanienbäume blinzelt oder Schneeflocken vor den Fensterscheiben wirbeln: Dem Spirit dieses Lieblingsplatzes verdanke ich – bei Tee und Tapas – viele Impulse für Artikel und Geschichten.

Lieblingsplätze in Graz - Café Promenade
Lieblingsplätze in Graz – Café Promenade

44. Schloss Eggenberg

Die 24 Prunkräume der UNESCO-Welterbestätte Schloss Eggenberg mit ihrem Interieur und den über 500 Deckengemälden gehören zu den bedeutendsten Ensembles historischer Innenräume Österreichs. Auch Queen Elisabeth stattete ihnen 1969 einen Besuch ab.

Vom Empfang im Schloss Eggenberg für die englische Königin wurde ausführlich berichtet: Rund 1000 Kerzen auf Glaslustern erhellten die Säle, in denen für die Ehrengäste 380 Gedecke aufgelegt worden waren. Aus: Stadtplauderei, S. 31.

Allein im Planetensaal erlebt man einen Geschichten-Tsunami. Allerdings steht diese Inspirationsquelle nur zwischen Ostern und 31. Oktober zur Verfügung.

 

45. Schloßberg

Mein Lieblings-Lieblingsplatz mit dem stärksten Spirit! Logisch, weil sich auf dem Schloßberg* auch noch andere Lieblingsplätze befinden 🙂

Hinauf geht’s mit der Schloßbergbahn, dem gläsernen Lift oder zu Fuß vom Schloßbergplatz über den Felsensteig, vom Karmeliterplatz über die Serpentinenstraße etc.

Der wuchtige Fels aus Dolomitgestein ragt 123 Meter über dem Hauptplatz der steirischen Landeshauptstadt empor. Er bildet den Kern der historischen Altstadt. Auf ihm thront der Uhrturm, das Wahrzeichen von Graz. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 245.

Oben geben dann die blumenreiche Bürgerbastei, der Glockenturm Liesl, die Kasematten, der Türkenbrunnen, der chinesische Pavillion, der Hackher-Löwe und noch mehr schöne Plätze kreative Impulse.

*Den Grazer Schloßberg schreibt man mit „scharfem S“, weil es sich um einen Eigennamen handelt. Wie er entstanden ist.

 

46. Schloßbergbahn

Lieblingsplätze in Graz – Schloßbergbahn

Ich liebe die Fahrt mit der Schloßbergbahn. Auch wenn es sich dabei nur um ein kurzes Vergnügen von rund drei Minuten handelt, in denen sie die Steigung von 60 Prozent überwindet. Aber die Glasdächer der Wagen bieten zu jeder Jahreszeit einen wunderbaren Glücksmoment.

Die Schloßbergbahn kletterte die gerade einmal 108 Meter hoch. Außer mir befand sich um diese Uhrzeit niemand darin, also setzte ich mich ganz vorn auf den besten Platz und genoss den einzigartigen Panoramablick über die Stadt. Aus: Schöne Bescherung für Helene, S. 150.

47. Schloßbergplatz

In der Sackgasse befinden sich neben wunderschönen historischen Bauten, dem Traditionskaufhaus Kastner & Öhler sowie vielen reizenden Geschäften auch der Schloßbergplatz, der eine fulminante Kulisse für Events liefert.

Typisch für das mediterrane Flair der Murmetropole, wird auch dieser schöne Platz mit dem Taubenbrunnen von Schanigärten gesäumt. An heißen Tagen erfrischt der kühle Luftzug aus dem Berg.

Hier befinden sich auch die Eingänge zum Schloßbergtunnel, zur Märchengrottenbahn zum Schloßberglift sowie zum Dom im Berg. Auch der sportliche Aufstieg über die 260 Stufen des Felsensteigs, der zum Uhrturm oder zur Bürgerbastei führt, beginnt hier.

48. Serpentinenweg

Vom Karmeliterplatz führt ein idyllischer Serpentinenweg ebenfalls auf den Schloßberg. Hier ist der Weg nicht nur das Ziel sondern auch der Lieblingsplatz. Er empfiehlt sich vor allem an Sommernachmittagen als kühle Alternative zum Felsensteig, der dann in der prallen Sonne liegt.

Über den Serpentinenweg geht es im Schatten der Bäume und eingelullt vom Grün fast bis zum Uhrturm. Kurz davor befindet sich das Cerrini-Schlössl, in dem die Grazer Stadtschreiber  untergebracht sind. Hier liegt die Kreativität in der Luft. Eine meiner Lieblingsbänke, um Texte zu erarbeiten, steht hier.

Lieblingsplätze in Graz - Autorin Ilona Mayer-Zach
Lieblingsplätze in Graz – Lieblingsbankerl am Schloßberg

49. Sporgasse

Die Sporgasse ist älter als Graz selbst und entsprechend erlebt man ihren Spirit, wenn man ihm begegnen möchte. Auf der Fassade des Luegg-Hauses kann man Gesichter entdecken, auf Jugendstilgebäuden Dekorationen und Statuen.  Eissalons und kleine Geschäfte führen in Versuchung.

„Ich bemühe mich, gesund zu essen“, verriet ich Karin mein Geheimrezept. Wobei es oft nur beim Versuch blieb, wenn einer der zahlreichen Eissalons auf meinem Weg lag, was in Graz häufig der Fall war. Vor allem, wenn ich wieder mal durch die Sporgasse schlenderte, wo sich einer neben den anderen reihte. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 22.

Auch das Steirische Heimatwerk findet sich hier, das u. a. mit 300 unterschiedlichen Frauentrachten und über 100 Männertrachten inspiriert. Die älteste Grazer Pfarrkirche, die Stiegenkirche befindet sich vis-vis des malerischen Innenhofs auf Nr. 22 , von dem einige Elemente am Ende meines Helene-Krimi-Trailers vorkommen.

50. Stadtpark

Leseerlebnisse auf Parkbänken, Vernissagen im Forum Stadtpark, Ausstellungsbesuche im Künstlerhaus, Enten- und Stadtpark-Hansis füttern, knusprigen Toast in der „Baby-Bar“ [Anm.: heutiges Parkhouse] essen, winterliches Walzertanzen im ausgelassenen Wassergraben, das sind einige Erinnerungen, die auftauchen, wenn wir uns an den Stadtpark unserer Jugendzeit erinnern. Aus: Stadtplauderei, S. 49.

Im Stadtpark beflügeln Wiesen, Alleen, Wasser, Blumenbeete, Denkmäler und Spaziergänger die Fantasie. Besonders sehenswert sind die wunderschönen Baumriesen. Was die wohl alles erzählen könnten?

Im Stadtpark blickte er sich um und lauschte. Die blühenden Rhododendronbüsche, das Rauschen der Blätter in den Bäumen, die trällernden Vögel. All das sollte er bald nicht mehr sehen und hören? Ein Eichhörnchen kam auf ihn zugehüpft und stellte sich vor ihm auf die Hinterbeine. „Heute habe ich keine Nüsse für dich“, entschuldigte sich Jakob. „Das nächste Mal …“ Er stockte mitten im Satz. Ein nächstes Mal würde es womöglich gar nicht mehr geben. Aus: Wie lange noch? Wer mordet in der Steiermark, S. 52.

51. Thalersee

Die Gegend um den Thalersee war mir noch gut als beliebtes Ausflugsziel meiner Kindheit in Erinnerung. Hierher waren wir oft während der warmen Jahreszeit gekommen, um mit den Ruderbooten unsere Runden zu drehen. Anschließend hatten wir einen Tisch direkt am Wasser ergattert, um den hausgemachten Kuchen oder ein Eis mit Blick auf den See zu genießen. Wie lange das her war! Viel lieber wäre ich jetzt an den Thalersee gefahren, als diesen vermaledeiten Mördern hinterherzujagen. Aus: Eine Leiche für Helene, S. 131.

Der Stadtbus 48 hält hinterm Restaurant. Auch heute spaziert man die obligate Runde um den Thalersee oder rudert mit einem Boot, bevor man sich lukullisch verwöhnen lässt.

Man kann es aber auch wie Arnold Schwarzenegger machen, der hier seine ersten Trainings absolvierte. Das Schwarzenegger-Museum ist nur wenige Schritte vom See entfernt und zeigt die Stationen des inspirierenden Lebenswegs der steirischen Eiche.

52. Tramway-Museum

Das Tramway-Museum befindet sich an der Straßenbahn-Endstation Mariatrost. Es zeigt rund 30 historische Triebwagen. Auch jene des legendären „2er“. Dessen letzte Fahrt am 16. Jänner 1971 war gleichzeitig die Geburtsstunde des Museums.

Die Grazer begleiteten den „Trauerzug“ und stürmten die Tram. Niemand verstand, warum gerade der wirtschaftlich so ertragreiche „2er“ durch Autobusse ersetzt wurde. Aus: Stadtplauderei, S 40.

53. Uhrturm

Auf dem Schloßberg steht weithin sichtbar das Wahrzeichen der Stadt – der Uhrturm mit seinen vertauschten Zeigern, die zuweilen für unterhaltsame Verwirrung sorgen.

„Der Uhrturm zeigt die richtige Zeit an, nur sind die Zeiger in der Größe vertauscht. Ursprünglich hatten die vier Uhren des Turms nämlich nur jeweils einen großen Stundenzeiger. Die Minutenzeiger wurden erst nachträglich angebracht und mussten daher kleiner gestaltet werden“, klärte Amelie das Missverständnis auf.  Aus: Das Grazer Zeiträtsel. In: Kater Leon ermittelt.

Im Inneren des Uhrturms befinden sich drei Glocken, darunter die älteste von Graz (1382).

Der Uhrturm und der Glockenturm mit der Liesl waren die Reste der Festung, die nie bezwungen werden konnte, nicht einmal von Napoleon. Erst nach seinem Sieg in Wagram erzwang er die Schleifung der Festung. Um zumindest die Türme vor der Zerstörung zu bewahren,  kauften die Grazer Bürger die beiden Bauten um 2.987 Gulden und 11 Kreuzer frei. Aus: Verschlusssache, S. 35.

 

54. Volkskundemuseum

Im Volkskundemuseum wird seit 1913 gesammelt, bewahrt und gedeutet. Hier erzählen Dinge, die aus dem Alltag von einst stammen viele Geschichten aus dem gesellschaftlichen Leben und über menschliche Schicksale. Das ist nicht nur spannend, sondern regt auch die Fantasie immerzu an.

55. Waldlilie im Grazer Stadtpark

Wenn im Sommer Rekordtemperaturen das Hirn streiken lassen, flüchte ich gern in den Schatten der „Waldlilie“ im Stadtpark. Die Skulptur eines Mädchens mit Reh steht in einem kleinen Hain samt romantischer Quelle in der Nähe des Schanzgrabens, wo dieser ums Eck geht. Ihr Schöpfer Hans Brandstetter ließ sich von der berührenden Geschichte „Waldlilie im Schnee“ inspirieren, die sein Freund Peter Rosegger geschrieben hat.

Lieblingsplätze in Graz - Waldlilie
Lieblingsplätze in Graz – Waldlilie

Wie bereits erwähnt, gibt es noch mehr Lieblingsplätze in Graz. Aber das sind dann beizeiten andere Geschichten 🙂

Weitere Inspirationsquellen

Alle Zitate stammen aus meinen Büchern und Geschichten, die selbstverständlich auch Inspirationquellen sind. Sie erhalten sie bei Ihrem Lieblingsbuchhändler.

Falls Sie diese Möglichkeit nicht haben, dann klicken Sie bitte auf das gewünschte Cover. Dann kümmert sich mein Online-Vertriebspartner Amazon darum und ich erhalte ein paar Cent Vermittlungsprovision. Danke.

Aufsteirern inspirierte zu Eine Leiche für HeleneEine Leiche für Helene
Amüsanter Kriminalroman (Gmeiner)

Schöne Bescherung für Helene:
Weihnachtskrimi (Gmeiner)

Helene Kaiser ermittelt in Graz:
30 Rätsel-Krimis

Stadtplauderei
Geschichten aus Graz

 Meine Krimigeschichte „Wie lange noch?“ steht in dieser Anthologie:
Wer mordet schon in der Steiermark?
11 Krimis und 125 Freizeittipps (Gmeiner)

Viel Vergnügen!

Zu meinem Wikipedia-Profil.

Wie ich Autorin wurde.

Die Kommentare sind geschloßen.